SCHMERZ

Was ist Schmerz?
Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis. Er kann mit einer aktuellen oder potentiellen Gewebeschädigung verknüpft sein. Schmerz dient als Warnsignal, ist überlebenswichtig und hat die Aufgabe, den Körper auf eine Verletzung oder eine drohende Gewebeschädigung hinzuweisen.

Was gibt es für Schmerzformen?
Schmerz kann in unterschiedlichster Form auftreten. Dabei spielen die Ursachen und Mechanismen eine entscheidende Rolle. Entzündungsbedingter Schmerz, wie bei rheumatischen Erkrankungen, wird z.B. durch andere Vorgänge ausgelöst wie Nervenschmerzen.

Wie unterscheidet man akuten von chronischem Schmerz?
Akute und chronische Schmerzen unterscheiden sich durch Zeitdauer, Symptome, patho-physiologische Mechanismen und in der Therapie. Dem akuten Schmerz geht immer ein Reiz voraus, er ist lokal und zeitlich begrenzt. Bestehen Schmerzen über einen längeren Zeitraum und hängen nicht mehr mit einem bestimmten Auslöser zusammen, verselbstständigt sich der Schmerz und kann zur Qual für den Betroffenen werden. Dann ist die Rede von chronischem Schmerz. Im Gegensatz zu akutem Schmerz können chronische Schmerzen erst nach einer Dauer von über drei Monaten diagnostiziert werden. Besonders für die Therapie ist die Unterscheidung ausschlaggebend.

Wie wird Schmerz behandelt?
Es gibt verschiedene Schmerztherapien, die den spezifischen Schmerz behandeln. Wurde für den Schmerz eine Ursache identifiziert, ist die Therapie in erster Linie auf die Beseitigung des schmerzauslösenden Ereignisses ausgerichtet. Im Zuge der akuten Behandlung werden alle therapeutischen Maßnahmen ergriffen, um die Schmerzen zu reduzieren; beispielsweise die Ruhigstellung bei einer Fraktur oder die chirurgische Versorgung bei Verletzungen. Bei der Behandlung von chronischen Schmerzen gibt es heutzutage ebenfalls viele verschiedene Therapieansätze. Welches Verfahren angewendet wird, muss auf Grundlage einer umfassenden Untersuchung entschieden werden. Arzneimittel spielen bei der Schmerztherapie eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen dem Patienten möglichst schnell wieder aktiv zu werden und erleichtern es, andere Behandlungsmaßnahmen wie Bewegungs- und Verhaltenstherapien umzusetzen. Dabei gibt es gibt verschiedene Arten von Medikamenten für die Behandlung von Schmerzen – einfache Schmerzmittel, Schmerz- und Entzündungshemmer sowie Opioide.

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